Begeisterung und Dankbarkeit nach erfolgreicher Schulung der Hospizbegleiter

Ich habe gewagt, mich darauf einzulassen, jetzt bin ich so dankbar, dass ich die Schulung gemacht habe.“ Diese und ähnliche Worte fanden die 13 neu ausgebildeten Hospizbegleiter des Hospizvereins Main-Spessart beim Abschlusswochenende in der Geschäftsstelle in Karlstadt. Ein neuer Lebensraum habe sich für sie geöffnet, betonte eine Teilnehmerin, denn sie gehe jetzt anders mit ihren Mitmenschen, vor allem den alten Menschen, um. Als Altenpflegerin habe sie sich gerne für die Schulung angemeldet, aber der Kurs bringe ihr privat noch viel mehr, berichtet eine weitere Teilnehmerin.

An 17 Schulungsabenden und 3 Wochenenden durchliefen zwölf Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer ein vielseitiges Programm, das sie umfassend an die Thematik der Hospizarbeit heranführte. Schon am ersten Schulungswochenende im Oktober erlebten die Kursteilnehmer unter Anleitung des Schulungsteams den wichtigen Einblick in ihre eigene Endlichkeit. Fast alle brachten sehr persönliche Verlusterlebnisse mit in die Gruppe. Sehr schnell entstand eine gesprächsoffene, vertraute Atmosphäre in der Gruppe. Dabei waren die Tränen ebenso erlaubt wie Lachen und Fröhlichkeit. „Wir sind zusammengewachsen und ich habe viel über mich selbst gelernt“, berichtete eine Teilnehmerin.

Das anspruchsvolle Schulungsprogramm wurde von erfahrenen Hospizmitgliedern und externen Referenten gestaltet. Schulungsabende zum Thema Kommunikation und Empathie waren dabei, wie auch medizinische Themen aus dem Bereich Schmerztherapie, Palliativmedizin, Demenzerkrankung und pflegerische Maßnahmen. Der sensible Bereich Trauerarbeit und Bestattungswesen war ebenso Inhalt der Schulung wie auch eher pragmatisch juristische Einblicke in den Bereich der Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht und psychologische Hilfestellungen zum Thema Selbstpflege / Kraftquellen. Neu im Programm und ein Glücksfall für die Gruppe: Christine Hartmann-Manzke, selbst Teilnehmerin und Malerin, öffnete ihr Atelier in Lohr für einen kreativen Nachmittag. Zum Thema Tod, Trauer und auch Lebensfreude entstanden ganz beeindruckende Bilder aus der Hand der Hospizschüler. Parallel zur Schulung konnten die Teilnehmer ein mehrstündiges Praktikum z. T. unter Anleitung eines erfahrenen Hospizhelfers absolvieren. Das letzte Schulungswochenende führte die Teilnehmer dann auf einen spirituellen Weg, bei dem ethische Fragen, Glaubenswege und Rituale der verschiedenen Religionen im Mittelpunkt standen. Abschluss war dann eine umfassende Evaluation der vergangenen fünf Monate und natürlich eine kleine Abschlussparty mit Überreichung der Zeugnisse.

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Die neu ausgebildeten Hospizbegleiter sind:
Andrea Amersbach – Karlstadt, Renate Gschwender – Rothenfels, Jutta Goldbach – Lohr/Steinbach, Christine Hartmann-Manzke – Lohr, Georg Hegel – Lohr, Sandra Höfling – Gemünden,
Annemarie Keller – Marktheidenfeld, Alexandra Kohlhepp – Wiesenfeld, Doris Krug – Lohr/Ruppertshütten, Monika Ötzel – Marktheidenfeld, Monika Rützel – Burgsinn, Daniela Scheuerer – Burgsinn,
Friderike Väthjunker – Marktheidenfeld,

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