Schulung der Hospizbegleiter – ein großer Erfolg
Ein Intensivkurs zur Persönlichkeitsentwicklung

13 neue Hospizbegleiterinnen und 1 Hospizbegleiter feierten am letzten Wochenende der durchgeführten Schulung (März 2017) ihren Erfolg. Die Partystimmung am letzten Tag zeigte wieder einmal, wie die Konfrontation mit den Tabuthemen Sterben, Tod, Trauer nicht nur bedrückende Emotionen auslöst. Vielmehr war sich die Gruppe einig, dass die Annäherung an diese wichtige Facette des Lebens das Selbstwertgefühl stärkt und eine große Zufriedenheit und sogar Frohsinn auslöst.

Das Schulungsteam des Hospizvereins Main-Spessart ist jedes Jahr bemüht, das Ausbildungsangebot zu optimieren. Externe Refe-renten sowie erfahrene Hospizbegleiter führten die 14 Neulinge über ein halbes Jahr durch ein anspruchsvolles Schulungsprogramm. Neben der Konfrontation mit dem Bewusstsein der eigenen Endlichkeit erprobten die Teilnehmer praxisorientiert eine umfassende Palette der Kommunikation mit Kranken und Sterbenden. Auch fachbezogene Themen wie beispielsweise Validation, Pallia-tivversorgung, Bestattungswesen waren wichtige Teile der Schulung. Spirituelle Aspekte der Sterbebegleitung und die Möglichkeiten der Trauerbegleitung nahmen ebenfalls breiten Raum ein. Ein mehrstündiges Praktikum mit einem erfahrenen Hospizbegleiter rundeten die 120-stündige Ausbildung ab.

Das Feedback der Teilnehmer war somit auch uneingeschränkt positiv. „Ich habe in meinem Leben schon viele Kurse und Weiter-bildungen besucht“, meinte eine Teilnehmerin, „aber die Hospizbegleiter-Schulung war das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe.“ Sie sei stolz, dass sie sich auf die Schulung eingelassen habe, betonte eine Teilnehmerin und sie könne das Leben aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten. Auch in ihrem Privatleben habe sich viel verändert, meinte eine weitere Teilnehmerin. „Meine Wahrnehmung meiner Mitmenschen hat sich positiv verändert, ich spüre viel Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Ruhe und Bereicherung.“ Vor allem die achtsame Atmosphäre in der Gruppe empfanden alle Teilnehmer als ein wunderbares Erlebnis. Fast alle Teilnehmer werden sich in irgendeiner Weise in der vielfältigen Vereinsarbeit engagieren. Eine Verpflichtung besteht jedoch nicht.

Die neuen Hospizbegleiter bedankten sich mit Blumen und Geschenken bei den Verantwortlichen der Schulung. Insbesondere Hospizbegleiterin Babara Gonska erhielt anhaltenden Applaus, da sie alle Schulungsabende und Wochenenden mit ihrer langjährigen Erfahrung begleitet und praxisorientiert unterstützt hatte

Die neuen Hospizbegleiter sind:
Anita Bauer-Lohr, Caterina Gebhardt-Marktheidenfeld, Hilde Gerlach-Fellen, Petra Götz-Thüngersheim,
Monika Hartenstein-Retzbach, Stefan Joa-Wernfeld, Ute Keil-Marktheidenfeld, Lisa Kuchenmeister-Eußenheim,
Brigitte Landwehr-Freudenberger-Sachsenheim, Cornelia Mennig-Gemünden, Gisela Müller-Wernfeld,
Ulrike Riedmann-Rohrbach, Monika Schüßler-Burgsinn, Birgit Siegemund-Würzburg.

Gruppenfoto-2017

Der Trauer eine Heimat geben....
Hospizbegleiter gestalten den Gedenkgottesdienst
 

Die Pfarreiengemeinschaft  „Unter der Homburg“ und der Hospizverein Main-Spessart hatten zur Vorabendmesse in die Kirche in Wernfeld eingeladen. Angesprochen waren besonders die Menschen, die im Laufe des Jahres einen Angehörigen verloren hatten. „Sie haben heute ihr Gedenken an ihren Verstorbenen, ihr persönliches Anliegen, ihre Trauer mitgebracht“, betonte Heribert Zeller, der Vorsitzende des Hospizvereins in seiner Begrüßung. Pfarrer Norbert Thoma ergänzte: „Wir möchten Sie alle heute an der Hand nehmen und versuchen, der Trauer ein wenig Heimat zu geben. Dies geht besonders gut, wenn wir gemeinsam die Erinnerung an unsere Verstorbenen teilen.“ Zeller hieß vor allem die ehrenamtlichen Hospizhelfer willkommen, die einen Menschen begleitet hatten – die meisten bis zum Tod. Es waren im laufenden Jahr über 50 Männer und Frauen, dabei auch einige sehr junge Menschen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Familie Kitz.

Die ausgebildeten Hospizbegleiter wissen aus ihrer Erfahrung: Wenn es um Sterben, Tod und Trauer geht, so bleibt Vieles bedrückend und rätselhaft. Oft fehlen die Worte, um in einer schwierigen Lebenslage das Fühlen und Denken zu formulieren. Als kleines Zeichen und Symbol der Erinnerung hatten die Hospizfreunde deshalb ein kleines Lichterritual vorbereitet: Jeder Besucher durfte nach vorne an den Altar treten und in wohlwollender Erinnerung an seinen Verstorbenen ein kleines Licht entzünden.

Mit einfühlsamen Texten begleiteten die Hospizbegleiter das Ritual: Die brennende Kerze sei ein Symbol des Erinnerns und bringe durch ihren hellen Schein Trost in das Dunkel der Trauer. Sie sei hilfreich, um Gedenken und Gebet ganz nah zu Gott  zu bringen.

Viele Gottesdienstbesucher äußerten sich im Anschluss an die Gedenkstunde sehr positiv und dankbar für die anschauliche und empathische Hilfe auf dem Trauerweg. Der Hospizverein Main-Spessart bietet jedes Jahr in den Monaten Oktober und November seine Dienste an, um einen Gedenkgottesdienst mitzugestalten.
 

Anfragen von Kirchengemeinden im Landkreis sind jederzeit möglich über das Hospiztelefon: 0171 73 49 10 8

Gottesdienst

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